Weisheitszähne OP


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Übersicht Weisheitszähne ziehen OP:

Bei Weisheitszähnen handelt es sich um einen übergebliebenen Körperauswuchs der Evolution. In der Vorzeit benötigten die Menschen mehr Zähne, um zähe und harte Nahrung zu zerkauen. Mit der Veränderung der Ernährungsgewohnheiten entwickelten sich der Kiefer und das Gebiss der Menschen zurück. Die Weisheitszähne verfügen über drei oder fünf Erhebungen. Da die Entwicklung nicht überall gleichmäßig stattfand, bekommen heute noch viele Menschen Weisheitszähne. Die früheste und zugleich häufigste Entdeckung der Weisheitszähne findet während der Pubertät statt. Dennoch findet ein Durchbruch genauso bei älteren Personen bis ins hohe Alter von 70 Jahren oder mehr statt. Von diesem hohen Alter leitet sich der Begriff Weisheitszahn ab. Der Kiefer bietet jedoch heute nicht immer ausreichend Platz für die zusätzlichen Zähne. Aus diesem Grund lassen viele Patienten die Weisheitszähne entfernen. Sie leiden unter Schmerzen, Druckgefühl im Kiefer oder anderen Symptomen.





Wie alt bei Ziehen der Weisheitszähne


Sie finden hier nachfolgende einige hilfreiche Tipps wie der Abaluf von A bis Z für das Ziehen der Weisheitszähne ist.


A. Vor der OP



1. Zahnarzt oder Chirurg?

Bei Problemen mit den Zähnen oder dem typischen Engegefühl nach dem Durchbruch eines Zahnes vereinbart der Patient zunächst einen Termin mit dem Zahnarzt. Dieser untersucht die Stelle. Stellt er fest, dass einer oder mehrere Weisheitszähne im Durchbruch sind und das Zahngefüge verändern, überweist er den Patienten zu einem Kieferchirurgen. Dieser ist für das weitere Vorgehen zuständig.

2. Welche Untersuchungen sind für die Entfernung der Weisheitszähne nötig?

Weisheitszähne OP Voruntersuchung

Weisheitszähne OP: Die Voruntersuchung

Die Empfehlung zur Entfernung der Weisheitszähne ergeht regelmäßig durch den Zahnarzt oder den bereits konsultierten Kieferchirurgen. Für den Entschluss zur Operation sind noch andere Faktoren zu klären. Zum einen spielt der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten eine Rolle. Weiterhin ist zu klären, ob die Weisheitszähne bereits andere geschädigt haben. Mitunter sind die Weisheitszähne als Ersatz für stark beeinträchtigte oder bereits verlorene Zähne geeignet. Zur detaillierten Erfassung der Situation veranlasst der behandelnde Arzt neben der Routineuntersuchung ein Röntgenbild. Bei Verdacht auf eine Schädigung des Nervs ist ein mehrdimensionales Röntgenbild erforderlich.

3. Wann müssen die Weisheitszähne gezogen werden und wann können sie drin bleiben?

Grundsätzlich bedarf nicht jeder Weisheitszahn der Entfernung. Der Mediziner rät zur Extraktion, wenn der Schaden durch die Weisheitszähne größer ist als der spätere Nutzen, etwa als Ersatzzahn. Zu erwartende am Zahnfleisch oder im sensiblen Bereich des Zahndurchbruchs sind weitere Indizien für eine Entfernung. Die Zähne bleiben erhalten, wenn von ihnen keine oder nur eine geringe Beeinträchtigung des Patienten ausgeht.

4. Um was muss ich mich vor dem Ziehen der Weisheitszähne kümmern?

  • Kühlmittel besorgen:
    Für den optimalen Heilungsverlauf frieren Patienten bereits vor der Operation mehrere Coolpacks ein. Zum einen benötigen sie mehrere, wenn eine beidseitige Entfernung der Zähne erfolgt. Zum anderen wechselt der Patient so regelmäßig das Coolpack und die Kälte geht nicht verloren.

  • Antibakterielle Mundspülung:
    Der Patient kann unmittelbar nach der Operation die übrigen Zähne nicht optimal reinigen. Weiterhin ist die Infektionsbildung wahrscheinlicher. Abhilfe schafft eine antibakterielle Mundspülung, die er sich bereits im Vorfeld besorgt.

  • Fahren (wie nach der OP nach Hause kommen):
    Eine Weisheitszahnextraktion erfolgt überwiegend ambulant. Dementsprechend hat der Patient dafür Sorge zu tragen, dass er danach von einer dritten Person Begleitung für den Heimweg erhält.

  • Besorgungen tätigen (was man nach der OP zu essen und zu trinken haben sollte):
    Nach einer Extraktion der Weisheitszähne nimmt der Patient weiche und gut verdauliche Nahrung zu sich. Ideal ist solche, die nicht gekaut werden muss. Diese Lebensmittel bevorratet er bereits vor dem Eingriff. Die Belastbarkeit nach der Operation ist stets erst einmal vermindert.

5. Kostenübernahme OP:

  • Kosten für Vollnarkose:
    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen im Normalfall nur eine örtliche Betäubung und die Operation selbst. Besteht bei dem Patienten eine besondere Ausgangslage im Hinblick auf die Komplexität des Eingriffs, können Sonderregelungen greifen. Dasselbe gilt im Fall einer attestierten Angststörung. Private Versicherer übernehmen teilweise die Narkose. Für konkrete Informationen wenden sich Patienten an die Versicherung selbst.

  • Entfernung unter Lachgas:
    In den letzten Jahren hat sich die Entfernung der Weisheitszähne unter Lachgas etabliert. Gerade für Angstpatienten stellt sie eine Alternative dar. Die Patienten bleiben bei Bewusstsein und verlieren dennoch die Angst vor dem Eingriff. Darüber hinaus sind sie entspannt. Das wirkt sich auch auf das Gefühl nach dem Eingriff aus. Im Gegensatz zu anderen Formen der Anästhesie darf der Patient nach dem Eingriff die Praxis oder Klinik selbstständig verlassen.

  • Kostenübernahme gesetzliche Krankenkasse:
    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlung mit Lachgas bisher nicht. Ob eventuell auch hier Sonderfälle gelten, klärt der Patient mit der Krankenkasse selbst. Eine Behandlung unter Lachgas kostet den Patienten, so er sie denn selbst finanziert, zwischen 100 und 150 Euro mehr.

  • Kostenübernahme private Krankenkasse:
    Die Kostenübernahme für eine Behandlung unter Lachgas ist unterschiedlich geregelt. Genauere Informationen entnimmt der Patient den Versicherungsunterlagen. Im Zweifel helfen Mitarbeiter der Versicherung weiter.


6. Krankheitstage nach der Operation einplanen:

Der Zustand der Patienten nach der Extraktion der Weisheitszähne ist unterschiedlich. Je nach Schwere des Eingriffs und der Zahl der entfernten Zähne bleibt der Patient danach einen oder mehrere Tage krankgeschrieben. Für diesen Fall plant der Patient bereits im Vorfeld zwei bis drei Krankheitstage ein. Im Regelfall schreibt der Operateur den Patienten für den Tag des Eingriffs krank. Für die folgenden Tage übernimmt diese Aufgabe der behandelnde Hausarzt.



B. Während der OP:



1. Örtliche Betäubung, Vollnarkose, Dämmerschlaf oder Lachgas?

  • Örtliche Betäubung:
    Eine örtliche Betäubung oder auch Lokalanästhesiewirkt, wie der Name schon sagt, lokal. Konkret schaltet sie die Schmerzrezeptoren des Patienten an der Stelle der Injektion aus. Der Patient bleibt bei vollem Bewusstsein und erlebt den Eingriff mit.

  • Vollnarkose:
    In einer Vollnarkose entzieht der Anästhesist dem Patienten das Bewusstsein. Der Patient verliert jedes Schmerzbewusstsein und die Kontrolle über den Körper. Die Narkose bekommt der Patient entweder intravenös oder über eine Maske verabreicht. Die Vollnarkose stellt für den Patienten eine höhere Belastung dar als andere Sedierungsmethoden. Der Patient verbleibt nach der Operation mehrere Stunden zur Beobachtung in der Klinik.

  • Weisheitszähne OP Betäubung

    Weisheitszähne OP: Welche Art der Betäubung ?

  • Dämmerschlaf:
    Bei einer Dämmerschlafnarkose bekommt der Patient ein Mittel intravenös gespritzt. Er verliert Ängste, die Muskeln entspannen sich. Das Bewusstsein verbleibt zu einem großen Teil und er ist teilweise in der Lage auf äußere Reize zu reagieren. Ist das Schmerzempfinden nicht völlig ausgeschaltet, erhält er eine zusätzliche örtliche Betäubung.

  • Lachgas:
    Der Patient erhält die Lachgassedierung über eine angenehme Nasenmaske. Währenddessen erfolgt eine permanente Überprüfung der Vitalfunktionen zur Minimierung der Risiken. Die Kommunikations- und Wahrnehmungsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt. Der Patient ist angstfrei und entspannt. Nach etwa dreißig Minuten verlässt er bereits die Klinik.



Wie schlimm war Weisheitszahn OP


2. Ablauf der OP:

Je nach Schwierigkeit des Eingriffs erfolgt die ganze Entnahme der Zähne oder nur eines Teils. Nach der Sedierung des Patienten legt der Mediziner zunächst den betroffenen Teil der Zähne frei. Dazu entfernt er das darüber befindliche Zahnfleisch. Überragt ein Knochenteil den Zahn, trägt er diesen vorsichtig ab. Sodann montiert er entweder den Zahn schichtweise ab oder löst ihn komplett aus dem Mundraum. Im Anschluss daran vernäht der behandelnde Operateur die bestehenden Wunden. Der Vorgang dauert zwischen 20 Minuten und einer Stunde.

  • Welche Risiken gibt es bei der Entfernung?:
    Sensible Bereiche, wie der Mundraum, sind anfällig für Infektionen. Kam es zu einer solchen, erfolgt die postoperative Gabe von Antibiotika. Sehr selten treten mit dem Eingriff Schädigungen der Nachbarzähne auf. Weitere denkbare Risiken sind Wundöffnungen und ein schlechter Wundheilungsverlauf. Der äußerste Fall ist ein Kieferbruch. Dieser tritt bei stark geschädigten Kiefern auf. Zur Prävention verzichtet der Patient in den postoperativen Wochen auf starke körperliche Aktivität und harte Nahrungsmittel.

  • Entfernung aus Oberkiefer:
    Die Entfernung des Weisheitszahnes aus dem Oberkiefer ist grundsätzlich einfacher als am Unterkiefer. Das umgebende Gewebe ist dehnbarer und schwammartig. Ein Kieferbruch tritt hier nicht auf. Sonst gelten die bereits beschriebenen allgemeinen Risiken. Einzig der Wundverschluss erfordert gelegentlich ein besonderes Vorgehen, wenn eine Verbindung zur Kieferhöhle besteht. Das ist nicht bei jedem Patienten der Fall.

  • Entfernung aus Unterkiefer:
    Das Gewebe am Unterkiefer und dessen Stellung ist komplizierter als am Oberkiefer. Aus diesem Grund lassen sich die Weisheitszähne tendenziell schwieriger entfernen. Ein Schutzinstrument hält die Zunge von der Wunde fern. Der Verschluss der Wunde erfordert entweder eine oder bis zu vier Nähte. Bei stärkeren OP Blutungen legt der Operateur einen Stoffstreifen für den Abfluss ein. Dieser verbleibt circa zwei Tage im Mundraum. Spezielle Risiken sind hier Nervenreizungen und der seltene Kieferbruch.

C. Nach der OP:



1. Welche Kühlmittel?

Immer schön kühlen

Weisheitszähne OP: Immer viel kühlen

Die im Einzelhandel erhältlichen Coolpacks sind eine gute Methode der Kühlung. Weiterhin sind übergangsweise eingewickelte Eiswürfel geeignet. Um Erfrierungen an der Haut zu vermeiden, sind diese in ein Geschirrtuch oder Vergleichbares zu hüllen. Umschläge mit Kräutern aus der Homöopathie sind ein probates Mittel, sofern der Patient deren Wirksamkeit kennt. Weiterhin raten Mediziner zum Lutschen von Eiswürfeln, gefrorenem Salbeitee und Kamillentee.

2. Welche Schmerztabletten?

Folgende Schmerztabletten empfehlen Zahnärzte und Chirurgen:

  • Ibuprofen 400mg,
  • Dolormin (auch als Granulat),
  • Novaminsulfon Tropfen.
Schmerztabletten

Schmerztabletten wie Ibuprofen 400, 600 helfen

Vor der Einnahme von Schmerzmitteln ist der behandelnde Arzt zu konsultieren. Aspirin eignet sich als Schmerzmittel nicht. Fachleute raten von der Einnahme ab, da Aspirin die Blutgerinnung herabsetzt. Bei einigen Tabletten ist die zusätzliche Einnahme magenschützender Präparate indiziert.

3. Komplikationen?

Wie bei jedem Eingriff können nach und bei der Extraktion der Weisheitszähne Komplikationen auftreten. Folgende sind bekannt:

  • Blutungen während der Operation,
  • Schädigung eines Nervs,
  • Eröffnung der Mundhöhle,
  • postoperative Infektionen,
  • geschwächtes Geschmacksempfinden.

Diese Komplikationen sind möglich, aber äußerst selten. Zumeist hängt der positive Ausgang der Operation vom Verhalten des Patienten ab. Mediziner geben den Patienten mehrere Hinweise für das korrekte Verhalten nach dem Eingriff mit. Die meisten Formen der Komplikationen haben eine relative Häufigkeit von unter 5 %.

4. Krankschreiben:

Der behandelnde Mediziner schreibt den Patienten für den Tag des Eingriffs krank. Die weitere Dauer des Fortbleibens vom Arbeitsplatz hängt vom Eingriff und der Tätigkeit ab. Schwer körperlich arbeitende Personen bleiben dem Betrieb für mehrere Tage oder eine Woche fern. Die Krankschreibungen nach dem Tag des Eingriffs nimmt der Hausarzt vor. Die Dauer hängt vom Befinden des Patienten ab.

5. Fäden ziehen:

Entsteht bei dem Eingriff eine Wunde, so vernäht der Mediziner diese. Der Verbleib der Fäden ziehen nach Weisheitszahn OP bis zum Entfernen hängt von der konkreten Gestalt des Eingriffs ab. Im Regelfall entfernt der Zahnarzt die Fäden zwischen dem siebten und dem zehnten Tag nach der Operation. Bei dem Kontrolltermin nach der Operation teilt der Zahnmediziner dem Patienten die voraussichtliche Verweildauer der Fäden mit.

6. Essen und Trinken:

Die richtige Ernährungsweise nach der Weisheitszahn OP ist mitursächlich für einen guten Heilungsverlauf. Folgende Nahrungsmittel sind empfehlenswert:

Essen und trinken

Essen und trinken nach der Weisheitszahn OP

  • Brei aus Kartoffeln oder Gemüse,
  • Suppen,
  • Fruchtmus.

Das mehrmalige Spülen mit Kamillentee beschleunigt den Heilungsprozess. Die Wunde bleibt durch die genannten Lebensmittel sauber, der Patient unterlässt Kaubewegungen.

7. Das sollten Sie vermeiden:

Tabak, und Koffein sind potente Gifte. Diese wirken sich nachteilig auf den Wundheilungsprozess nach der OP aus. Weiterhin ist dem Patienten von starker körperlicher Aktivität und Saunabesuchen dringend abzuraten. Krümelige Kost verschmutzt die Wunde. Während der postoperativen Phase ist die Reinigung des Mundraumes nur unzulänglich möglich. Entsprechende Mundspülung sind eine Ausweichlösung. Von harten Borsten und Zahnbürsten in der Nähe der Wunde ist abzuraten.

8. Warum dicke Wange?

Viele Patienten haben nach der Extraktion der Weisheitszähne eine geschwollene Wange. Je länger der Eingriff dauert und umso umfangreicher er ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein solches Ödem entsteht. Ein Patient mit schwachem Bindegewebe ist öfter von einer Schwellung betroffen als ein athletischer Typ mit straffem Bindegewebe. Linderung verschaffen Kälteapplikationen, Antiphlogistika sowie entzündungshemmende Mittel.

9. Mit welchen Schmerzen muss ich rechnen?

Das Schmerzempfinden jedes Patienten ist unterschiedlich ausgeprägt. Der überwiegende Teil der Patienten verspürt nach einer normalen Operation nur für ein paar Stunden einen leichten Schmerz oder ein Druckgefühl. Den Schmerzhöhepunkt erreicht der Patient nach dem Wegfall der betäubenden Wirkung. Lediglich nach aufwendigeren Eingriffen verspüren Patienten noch ein paar Tage Schmerzen. Entsprechende Medikamente verabreicht der behandelnde Mediziner.







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08.03.2015 - Probleme nach Weisheitszahn OP - Studie 2015

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